Emil-von-Behring-Schule verabschiedet 77 Absolventen in der Altenpflege

„Für eine gute Pflege braucht es gute Pflegekräfte“, so beschrieb es erst vor kurzem die Bundesregierung, die beschlossene Anhebung des Pflege-Mindestlohns unterstreiche die Bedeutung der Pflege.

Seit 28 Jahren steht die Emil-von-Behring-Schule für eine gute Pflegeausbildung und durfte am vergangenen Donnerstag wieder 77 Absolventen aus den Klassen 3BFA1, 3BFAH, FPLT2 und 3BFA3 mit hervorragenden Leistungen bei den Prüfungen entlassen. Die beste Schülerin Angela Mazzola aus der 3BFA3/2 schloss die Ausbildung mit einer überragenden 1,2 ab.

Die Schüler aus den Klassen 3BFA 1 und 1BFAH (Berufsfachschule für Altenpflegehilfe) empfingen das Zeugnis als „staatlich anerkannter Altenpflegehelfer“, die Klassen 3BFA 3 als examinierte Altenpflegekräfte. Die Absolventinnen und Absolventen der Klasse FPLT2 (Fachschule für Weiterbildung in der Pflege Teilzeitform) erhielten die Befähigung zur Leitung einer stationären und ambulanten Pflegeeinrichtung überreicht.

Schulleiterin Gabriele Braun und Abteilungsleiterin Evelyn Voigt würdigten die Leistungen der Schüler und wünschten Ihnen eine erfolgreiche Zukunft in ihrem Beruf. Dass dieser außergewöhnlich anspruchsvoll sei, auf körperlicher wie auf seelischer Ebene, stellte Schulseelsorgerin und Lehrerin für Evangelische Religion Cornelia Fritz in den Mittelpunkt ihrer Rede an die Absolventen.

Deshalb müsse man sich besonders viel Halt suchen, sei es durch Fachwissen, rückenschonende Handgriffe, Glaube, Austausch mit Kollegen oder im Privatleben. An den Altenpflegeschülern könne sie einen besonders starken Zuwachs an Einfühlungsvermögen, Toleranz und Humor beobachten.

Aber auch an der Verbesserung der Bedingung in der Pflege wird an der Emil-von-Behring-Schule gearbeitet, eine besondere Leistung erbrachte dieses Jahr Michaela Dobner-Müller aus der FPLT2 (Klassenlehrer Georg Siehler) mit ihrer Facharbeit „Erstellung und Implementierung einer Informationsbroschüre zum Thema Sturzprophylaxe für Klienten in der stationären Pflege“. Uwe Glöckner überreichte ihr dafür den Preis des Sponsorenkreises (Avendi Bad Überkingen, Mobile Hilfe Kuchen, St. Josef Salach, St. Elisabeth Eislingen, Christophsheim Göppingen, St. Martin Deggingen, St. Martinus Göppingen, Samariterstift Geislingen und Altenstadt) und betonte, dass durch ihre Arbeit gezeigt wird, dass Stürze und ihre Folgen für die Praxis von sehr großer Bedeutung sind.

Nach einer musikalischen Einlage der Klasse 3BFA3/2 unter Begleitung von Juan Zúñiga wurden die Zeugnisse an die Klassen 3BFA1, 3BFAH (Klassenlehrerinnen Irmi Mühlhuber, Melitta Bolek und Astrid Bruno) und 3BFA3 (Klassenlehrer Angelika Miller und Georg Siehler) vergeben. Der Förderkreis der Emil-von-Behring-Schule verteilte als Erinnerung an diesen Abschluss die bewährten Pulsuhren an die Absolventen der Klassen 3BFA3.

Anschließend übergab Jeanette Schnabel-Groß die Geldpreise des Sponsorenkreises im Gesamtwert von 800 € an die drei besten Absolventen der 3BFA3. In ihrer Laudatio stellte sie die Begriffe „Veränderung“ und „Resilienz“ ins Zentrum, die für den Pflegeberuf besonders wichtig seien. Außerdem solle man mehr Werbung für den Pflegeberuf machen, stehe er doch für eine würdevolle Versorgung und Begegnung im Alter.

Eine Quelle für Resilienz wurde bei der Lobrede des jüngsten Laudators erkennbar. Der Sohn der besten Absolventin der 3BFA3/1, Ella Petrusic, gratulierte seiner Mutter mit den Worten: „Zum Glück hast du bestanden. Mama, ich hab‘ dich lieb“.

Mit kleinen Geschenken verabschiedeten sich zum Schluss die Schüler von ihren Klassen- und Fachlehrern. Doch das schönste Geschenk waren die warmen Worte einer Schülerin zum Schluss: „Ich werde euch immer im Herzen tragen.“

Autorin: Eva Weber

Fotos: Ines Schweizer

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