Ausstellung „Klimaheldinnen“ an der EvBS – Was bringt die Zukunft?

„Es wird Zeit, sich Gedanken zu machen über die Zukunft, denn die Anzahl der Klima-Katastrophen steigt stetig. Wie können wir uns als normale Bürgerin/als normaler Bürger einbringen, um einem weiteren Anstieg entgegenzuwirken?“ Mit diesen Worten eröffnete Schulleiterin Gabriele Braun die Auftaktveranstaltung zur Ausstellung „Klimaheldinnen“ an der Geislinger Emil-von-Behring-Schule.

Diese Ausstellung soll Anstoß und Gelegenheit zugleich bieten, sich über die eigene Zukunft und über Umweltprobleme Gedanken zu machen und sich vom Handeln der Klimaheldinnen inspirieren und anstecken zu lassen. Sie soll aber auch ermuntern, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen und selbst aktiv zu werden. Dank Heike Oswald haben die Schülerinnen und Schüler nun Gelegenheit, diese einzigartige Ausstellung im Schulhaus zu besuchen.

Die Ausstellung Klimaheldinnen ist das Ergebnis einer Kooperation der internationalen Hilfsorganisation CARE und der Fotoagentur laif. Sie zeigt zwölf Klimaheldinnen, die sich mit außergewöhnlichem Engagement auf der ganzen Welt für den Klimaschutz einsetzen. Dem Klimawandel ein Gesicht geben           - unter diesem Motto setzt sich CARE für einen schonenden Umgang von Ressourcen ein.

„Schon heute zeigt der Klimawandel seine verheerenden Auswirkungen: Steigende Meeresspiegel, schmelzende Gletscher, katastrophale Dürren. Weltweit kämpfen Menschen um ihren Lebensraum und ihre Zukunft“, sagt Dr. Wolfgang Jamann, Generealsekretär von CARE International. Doch er macht auch klar, dass uns Weltuntergangsszenarien nicht weiterbrächten: „Mit den Klimaheldinnen wollen wir ein positives Narrativ schaffen und Frauen weltweit würdigen, die sich für Klimaschutz stark machen. Wir wollen aber auch Anregungen damit geben, sich über die Zukunft Gedanken zu machen.“

Von Fidschi über den Niger bis nach Deutschland reicht das vielfältige Engagement. Es handelt sich um Frauen, die neue Anbaumethoden ausprobieren, Netzwerke knüpfen und sich auf Demonstrationen für den Klimaschutz einsetzen. Die Philippinin Minet Aguisanda-Jerusalem überlebte 2013 den Megataifun Haiyan und versorgte anschließend gemeinsam mit ihrem Team über 23.000 Familien. Sie schult heute Menschen darin, wie sie ihr Hab und Gut vor Stürmen und Fluten schützen können, erstellt Evakuierungspläne und gibt ihr Wissen an Dorfbewohner weiter.

Eine Klimaheldin kommt sogar aus Deutschland. Die Braunkohleaktivistin Antje Grothus, Koordinatorin Kohlepolitik bei der Klima-Allianz Deutschland, macht deutlich, dass die Auswirkungen des Klimawandels auch für Deutschland bereits Realität seien: „Der Abbau und die Verbrennung von Braunkohle zerstören die Heimat von Menschen – weltweit, aber auch in Deutschland. Er befeuert als klimaschädlichster Energieträger den Klimawandel. Das kann so nicht weitergehen. Wir müssen uns gemeinsam für den Klimaschutz einsetzen“.

Zwölf Heldinnen stehen mit ihren Fotos und Geschichten stellvertretend für viele andere, die sich weltweit um Klima- und Umweltschutz bemühen. Die Schülerinnen und Schüler der EvBS fanden im Rahmen der Auftaktverantstaltung bereits Beispiele, was sie persönlich zum Klimaschutz beitragen können und schlugen beispielsweise vor, statt dem Auto das Fahrrad zu nehmen. Die Ausstellung hat bereits jetzt den erwünschten Eindruck bei den Schülerinnen und Schüler hinterlassen und vielleicht entstammt die nächste „Klimaheldin“ der Emil-von-Behring-Schule.

 

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