Kleiderbasar an der EvBS

Wenn die Hose nicht mehr passt, das T-Shirt nur noch im Schrank liegt oder der Pullover nicht mehr gefällt, ist das noch lange kein Grund, die Kleider wegzuwerfen. Das zeigte sich beim Kleiderbasar, der am Dienstag- und Donnerstagmittag in der Geislinger Emil-von-Behring-Schule stattgefunden hat. Schüler haben für die Aktion der SMV ihre alten, gut erhaltenen Kleider an ihre jeweiligen Klassensprecher abgegeben. Die Klamotten wurden dann säuberlichst sortiert beim Basar ausgelegt.

Es haben sich zwar nur wenige Schüler an der Sammelaktion beteiligt, wie Schülersprecher berichteten. Aber es kamen dennoch einige Kleidungsstücke zusammen. Sieben Schüler haben Anziehsachen, die sie nicht mehr brauchen, in Säcken in die Schule gebracht. Jeder konnte dann zu dem Basar gehen und Kleider mitnehmen oder tauschen. Die Kleidungsstücke, die nicht weggekommen sind, werden an die Dia­konie gespendet. Die Idee für die Aktion hatten Hannah Weilguni und eine weitere Schülersprecherin des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums.

Anja Mende fand den Basar „sehr cool“. Sie hat ihre alte Kleidung gespendet und neue gefunden. Sie unterstütze gerne Recyclingaktionen, sagte die Schülerin. Da ihr einige ihrer Klamotten nicht mehr gepasst haben, entschloss sie sich dazu, diese an die Schule zu bringen – andere Schüler können sie vielleicht gut gebrauchen. Aktionen wie der Kleiderbasar zeigen die soziale Ader der Emil-von-Behring-Schule auf, sagte Anja Mende.

Auch Benedikt Hammel, der betreuende Lehrer der SMV, war wie alle SMVler begeistert von der Idee, einen Kleiderbasar zu veranstalten. Die Aktion unterstützt Schüler, die sich so manches Kleidungsstück nicht leisten können, sagte Hammel. Außerdem werden durch die Aktion Ressourcen gespart, was wiederum der Umwelt zugute kommt, betonte der Pädagoge. Hauptsächlich solle so ein Basar darauf aufmerksam machen, dass alte Kleider wiederverwertbar sind und dass es durchaus positiv sei, Second-Hand-Produkte zu besitzen sowie zu kaufen.

Marie Enderle, eine weitere Schülerin, die sich den Basar angeschaut hat, hat sich sehr über die Aktion gefreut und findet die Unterstützung durch die Schule toll. „Es ist wichtig, anderen zu helfen und an die Umwelt zu denken“, sagte die 16-Jährige. Sie glaubt, dass sich durch diese Aktion mehr Leute trauen, mitzumachen und ist sich sicher, dass sich beim nächsten Mal mehr Schüler beteiligen werden.

Das hoffen auch Roman Retsch und die anderen Schülersprecher. Die Erwartungen an die Sammelaktion waren größer, sagte Retsch und äußerte eine Vermutung, warum nicht so viele Mitschüler Kleider gespendet und getauscht haben: Da die Kleiderspende nicht anonym ablief, hätten sich vielleicht viele Schüler nicht getraut, ihre Kleidung abzugeben.

Für das nächste Mal erhofft sich die SMV mehr Mut und eine höhere Beteiligung, sagte Retsch. Man wolle nochmal zeigen, dass es sich lohne, seine alten Kleider nicht wegzuwerfen sondern zu spenden. Auch wenn das Interesse an der Veranstaltung erst noch wachsen muss: Wie SMV-Lehrer Benedikt Hammel betonte, trug die Aktion in jedem Fall dazu bei, das soziale Zusammensein der Schule nochmal in den Vordergrund zu rücken.

 

Geislingen / Mona Häberle 11.06.2018

https://www.swp.de/suedwesten/staedte/geislingen/schueler-veranstalten-kleiderbasar-26955592.html

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